Kollektiv-Mitglieder



Johanna Schrottmeyer, 24 Jahre alt, wohnhaft in Neulengbach

Nachdem die Künstlerin* mit 18 Jahren aus dem Waldviertel für ihr Musikstudium nach Wien gezogen war, fokussierte sie sich als Ausgleich neben dem oftmals fordernden Alltag auf die vielfältigen anderen Kunstformen, die sie begeistern –
Malerei, Keramik und die Schriftstellerei. 

Im November 2019 trat sie dem Kollektiv Kimäre bei, das die Vielfalt und gesellschaftlich geringe Repräsentation des weiblichen* Geschlechtsorganes und der damit verbundenen Stigmen aufzeigt. Im Zusammenarbeiten mit anderen Frauen, deren Werte und Überzeugungen ihren eigenen gleichen, findet sie ihr kreatives Outlet in verschiedenen Bereichen. 

Neben dem Verbreiten von StreetArt in den Straßen Österreichs liebt sie es, weibliche* Körperteile aus Ton zu schaffen, mit Acryl- und Gouache-Farbe auf Leinwand und Papier zu experimentieren und über die oftmals komplexe Existenz als Frau* in unserer Gesellschaft zu schreiben.  

Sie bringt neue Ideen ein, stürzt sich neugierig auf alle bestehenden Bereiche und vervollständigt mit ihrer besonnenen Art das Kollektiv auf wunderbare Weise. 
Die bereichernde Symbiose aus Lernen und Austauschen mit Anja und Marietta hilft ihr in ihrem persönlichen Wachstum sowie dem Schaffen neuer Musik und Kunst.   

Johannas sinnlosestes Talent ist vermutlich:  
Das erstaunlich akkurate Nachahmen von Meerschweinchen-Lauten & das Erfinden nerviger Jingles aus dem Stehgreif.


Marietta Born, 26 Jahre alt, in Linz geboren,
fürs Musikstudium nach Wien gezogen und geblieben  

Durch das Buch „Muschiland“ von Ulrike Helmer fand der Begriff „Vulva“ den Weg in ihren Wortschatz und legte den Grundstein für ihr hohes Engagement für die Enttabuisierung des weiblichen* Geschlechts.  

Auch ihr Freund*innen- und Familienkreis wurde dadurch zwangsweise mit dem Thema konfrontiert und soweit nachhaltig positiv beeinflusst, dass selbst Klitoris-Ohrringe unter dem Christbaum den Eltern Freude bereiten.  
Die Wichtigkeit ihrer Arbeit in der aktivistischen Kunst wird ihr bestätigt, wenn sie mitbekommt, dass sich das Bild von Mitmenschen, die dem Thema einst skeptisch gegenüberstanden haben, gewandelt hat. 

Ihr künstlerischer Hauptfokus liegt bei der digitalen Kunst in allen Formen und Facetten. Aufgrund ihrer grafischen Fertigkeiten, die sie in einer HLW mit Schwerpunkt Mediendesign erlernt hat, widmet sie sich mit Liebe für’s Detail jedem Flyer, Foto und Sticker und bevor Etwas veröffentlicht wird, wirft sie als Letzte einen strengen Blick auf den Post. 
Doch auch handwerklich ist sie begabt und penibel – damit nur perfekte Unikate angeboten werden. So hat sie als „Head Of Merch“ v.a. den Schmuck und die Produktion der Vulva-Dekoseifen stark geprägt. 

Mariettas sinnlosestes Talent ist vermutlich:     
Sich über alles und nochmal alles den Kopf zerbrechen!

Anja Pospisil, 30 Jahre alt, in Wien geboren und wohnhaft  

Als Gründungsmitglied hat sie von Anfang an das Kollektiv aufgebaut und mitgeprägt.  
Neben der eigenen künstlerischen Arbeit, ist für sie die Vulva-Kunst besonders spannend. Durch die stete Auseinandersetzung mit Themen rund um die Vulva, ist der ganze Familien- und Freund*innenkreis damit konfrontiert worden. Es ist schon so normal, dass sogar ihre Oma im Dorf Flyer verteilen geht.
  
Obwohl die Vulva leider nach wie vor zu den Tabuthemen gehört, bestärken sie die positiven Rückmeldungen darin, weiter darauf hin zu arbeiten, dass die Gesellschaft eines Tages normal und unaufgeregt mit der Vulva und dem weiblichen*Körper umgehen wird. 

Ihre Kunst ist vielseitig und unterliegt keinem einheitlichen Stil. Sie ziert Leinwände mit Acrylfarben und Materialien wie Kaltporzellan, Holz- oder Synthetik-Schnipseln, malt mit feinen Linien aus Tinte abstrahierte Vulven oder fertigt Skulpturen.  
2020 hat sie außerdem die minimalistische, farbflächige Marker-Malerei für sich entdeckt.  

Die ausgebildete Kulturmanagerin und Umweltpädagogin koordiniert die meisten Termine, hält Projektparnter*innen auf dem Laufenden und versucht stets, Anliegen jeglicher Art nach Möglichkeit umzusetzen. Das gemeinsame Erstellen von Konzepten, nachdem wilde Ideen im Kollektiv konkretisiert wurden, macht ihr besonders Spaß – dabei schätzt sie vor allem den freundschaftlichen und wertschätzenden Umgang ihrer Kollektivmitglieder.  

Anjas sinnlosestes Talent ist vermutlich:   
Hartnäckige Ohrwürmer aus zusammenhangslosen Melodien oder Gedankengängen zu konzipieren.